Wissen strukturiert bereitstellen und Lernen digital unterstützen

Wissen entsteht in Unternehmen an vielen Stellen: in Dokumentationen, Projekten, Prozessen, Schulungsunterlagen oder bei einzelnen Mitarbeitenden. Die Herausforderung besteht häufig weniger darin, neue Informationen zu erzeugen, sondern vorhandenes Wissen so zu strukturieren, dass es zuverlässig gefunden, vermittelt und weiterentwickelt werden kann. CCDS entwickelt Lern- und Wissensplattformen, die Inhalte, Nutzergruppen und digitale Prozesse zusammenführen. Je nach Anwendungsfall kann dabei die Vermittlung von Wissen, die Qualifizierung von Mitarbeitenden oder der strukturierte Zugriff auf vorhandene Informationen im Mittelpunkt stehen.

Unterschiedliche Anforderungen an Lernen und Wissen

Eine Lernplattform und eine Wissensplattform verfolgen nicht immer dasselbe Ziel. Bei Lernplattformen steht häufig ein strukturierter Lernprozess im Vordergrund: Inhalte werden in definierter Reihenfolge vermittelt, Lernfortschritte können berücksichtigt und unterschiedliche Zielgruppen gezielt angesprochen werden. Wissensplattformen konzentrieren sich stärker darauf, Informationen zentral verfügbar, auffindbar und aktuell zu halten. In vielen Projekten überschneiden sich beide Anforderungen. Deshalb wird zunächst geklärt, wie Wissen genutzt werden soll und welche Prozesse die Plattform tatsächlich unterstützen muss.

Inhalte zentral strukturieren

Informationen liegen häufig verteilt in Dokumenten, Ordnerstrukturen, Intranets oder unterschiedlichen Fachsystemen. Eine zentrale Plattform kann helfen, relevante Inhalte strukturiert zusammenzuführen und für unterschiedliche Nutzergruppen verfügbar zu machen. Dabei geht es nicht zwingend darum, sämtliche vorhandenen Informationen in ein neues System zu kopieren. Entscheidend ist, wo Inhalte sinnvoll gepflegt werden, wie sie strukturiert werden und über welche Schnittstellen oder Prozesse sie für Nutzer erreichbar sein sollen. So kann eine Wissensplattform zum zentralen Zugang zu Informationen werden, ohne unnötige Mehrfachpflege zu erzeugen.

Lernen zielgruppengerecht organisieren

Digitale Lernangebote müssen unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele berücksichtigen. Je nach Anwendungsfall können beispielsweise Mitarbeitende, Partner, Kunden oder andere definierte Nutzergruppen angesprochen werden. Inhalte lassen sich dabei nach Themen, Rollen, Kenntnisständen oder Lernzielen strukturieren. Mögliche Bestandteile sind beispielsweise: - Lernmodule und Kurse - Texte, Videos und Dokumente - strukturierte Wissensbereiche - Tests und Wissensabfragen - Lernstände oder Bearbeitungsfortschritte - unterschiedliche Rollen und Zugriffsrechte - ergänzende Materialien und Dokumentationen Welche Funktionen tatsächlich benötigt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Lern- oder Wissenskonzept.

Eigene Lösungen für digitales Lernen und Wissensmanagement

CCDS beschäftigt sich seit vielen Jahren mit digitalen Lösungen für Lernen, Wissensvermittlung und die strukturierte Aufbereitung umfangreicher Inhalte. Mit inari student wurde eine eigene Plattform für digitale Lernangebote entwickelt. Abhängig vom jeweiligen Anwendungsszenario können Lerninhalte strukturiert bereitgestellt, unterschiedliche Nutzergruppen berücksichtigt sowie Lernprozesse und Wissensstände unterstützt werden. Mit inari publisher hat CCDS darüber hinaus eine Lösung entwickelt, mit der Inhalte aus unterschiedlichen Quellen und Formaten strukturiert aufbereitet und für verschiedene Ausgabekanäle weiterverwendet werden können. Diese Erfahrungen fließen heute in die Konzeption individueller Lern- und Wissensplattformen ein. Dabei steht nicht ein bestimmtes Produkt im Vordergrund, sondern die Frage, welche vorhandenen Komponenten, Inhalte und Prozesse für die jeweilige Aufgabe sinnvoll genutzt und weiterentwickelt werden können.

Wissen leichter auffindbar machen

Eine Plattform schafft nur dann einen Mehrwert, wenn benötigte Informationen schnell gefunden werden können. Klare Strukturen, nachvollziehbare Kategorien, Suchfunktionen und geeignete Verknüpfungen zwischen Inhalten helfen dabei, umfangreiche Wissensbestände nutzbar zu machen. Dabei sollte sich die Organisation nicht ausschließlich danach richten, wie Informationen intern abgelegt wurden. Entscheidend ist, wie Nutzer nach Wissen suchen, welche Fragen entstehen und in welchem Kontext Informationen benötigt werden. So wird aus einer Dokumentensammlung ein tatsächlich nutzbares Wissensangebot.

AI als Zugang zu Wissen

AI eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, umfangreiche Wissensbestände zugänglich zu machen. Ein AI-Assistent kann beispielsweise dabei unterstützen, Fragen in natürlicher Sprache zu beantworten, relevante Inhalte aus freigegebenen Wissensquellen zu finden oder umfangreiche Informationen zusammenzufassen. Dabei ersetzt AI nicht die strukturierte Pflege einer Wissensbasis. Die Qualität der Antworten hängt wesentlich davon ab, welche Informationen verfügbar, aktuell und für den jeweiligen Assistenten freigegeben sind. Deshalb werden Wissensstruktur und AI-Nutzung gemeinsam betrachtet. Mehr zu AI-Assistenten

Wissen aktuell halten

Eine Wissensplattform ist keine einmalige Sammlung von Informationen. Inhalte verändern sich, Prozesse werden angepasst und neue Erkenntnisse kommen hinzu. Deshalb muss geklärt sein, wer Inhalte pflegt, wie Aktualisierungen erfolgen und wie veraltete Informationen erkannt werden können. Rollen, Verantwortlichkeiten und redaktionelle Prozesse sind damit ebenso wichtig wie die technische Plattform. Eine klare Organisation hilft dabei, dass Nutzer nicht nur viele Informationen finden, sondern möglichst verlässliche und aktuelle Inhalte.

Systeme und Daten integrieren

Lern- und Wissensinhalte müssen nicht vollständig innerhalb einer einzigen Plattform entstehen. Je nach Systemlandschaft können Informationen aus bestehenden Anwendungen oder Datenquellen eingebunden werden. Schnittstellen ermöglichen es, Inhalte oder Daten dort weiterzuverwenden, wo sie benötigt werden, ohne unnötige Mehrfachpflege zu erzeugen. So können Lern- und Wissensplattformen Bestandteil einer größeren digitalen Infrastruktur werden. Mehr zu Portale & Webanwendungen

Rollen, Rechte und geschützte Inhalte

Nicht jedes Wissen ist für jede Nutzergruppe bestimmt. Deshalb können Lern- und Wissensplattformen unterschiedliche Rollen und Zugriffsrechte berücksichtigen. Öffentliche Inhalte, interne Informationen, Schulungsunterlagen oder vertrauliche Dokumentationen können abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall getrennt bereitgestellt werden. Datenschutz und technische Sicherheit werden dabei bereits bei der Konzeption der Plattform berücksichtigt. Welche Inhalte für welche Nutzer verfügbar sind, sollte nachvollziehbar geregelt und technisch entsprechend umgesetzt werden.

Lernen und Wissen verbinden

In der Praxis lassen sich Lernen und Wissensmanagement häufig nicht vollständig voneinander trennen. Ein Mitarbeiter kann zunächst einen strukturierten Lernpfad durchlaufen und später dieselbe Plattform nutzen, um einzelne Informationen im Arbeitsalltag erneut abzurufen. Aus Schulungsinhalten kann damit ein dauerhaft nutzbarer Wissensbestand entstehen. Umgekehrt können bestehende Wissensinhalte als Grundlage für neue Lernangebote dienen. Eine gemeinsame Plattform kann beide Anforderungen miteinander verbinden, wenn Struktur, Inhalte und Nutzerführung darauf ausgerichtet sind.

Schrittweise zur passenden Plattform

Auch bei Lern- und Wissensplattformen ist nicht immer ein vollständiger Funktionsumfang zum Projektstart notwendig. Oft ist es sinnvoll, zunächst relevante Nutzergruppen, Inhalte und Kernprozesse zu definieren und die Plattform anschließend schrittweise auszubauen. So können Erfahrungen aus der tatsächlichen Nutzung in die weitere Entwicklung einfließen. Entscheidend ist eine technische und inhaltliche Grundlage, die Erweiterungen ermöglicht, ohne unnötige Komplexität zu erzeugen.

Erfahrung aus konkreten Lern- und Wissensprojekten

CCDS hat Lern- und Wissenslösungen für unterschiedliche Anforderungen und Zielgruppen entwickelt. Für Sony entstand beispielsweise ein Lern-Management-System für Produktschulungen mit unterschiedlichen Lernmedien und mehrsprachigen Inhalten. Für Mares entwickelte CCDS eine Lösung, um umfangreiche Schulungsmaterialien aus unterschiedlichen Formaten strukturiert für die Ausbildung bereitzustellen. Für SSI wurden ebenfalls heterogene und mehrsprachige Lernmaterialien zusammengeführt und für digitale Ausbildungsangebote aufbereitet. Die Projekte zeigen unterschiedliche Ausgangssituationen, haben aber einen gemeinsamen Kern: Wissen aus unterschiedlichen Quellen strukturiert verfügbar zu machen und so aufzubereiten, dass es für die jeweilige Zielgruppe tatsächlich nutzbar wird.
Ob interne Wissensplattform, Schulungsangebot, Partnerportal oder digitale Lernumgebung: Am Anfang steht die Frage, welches Wissen für welche Nutzer verfügbar sein soll und wie es sinnvoll vermittelt oder zugänglich gemacht werden kann.